Fragen zum Elektroplan

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sprinter.home
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von sprinter.home »

blaudimensional hat geschrieben: 24 Aug 2020 11:27 Moin,

habe erst eben wieder reingeschaut, sorry für die späte Antwort. Hier eine vermutlich unvollständige Auflistung:
  • Kabel - habe ich alle beim Kabelknecht gekauft, Preis und Lieferzeit sind ok. Ich habe nur einadrige Kabel verlegt; im Nachhinein hätten mehradrige bestimmt ein bisschen weniger Aufwand bedeutet.
  • Rohrkabelschuhe - auch beim Kabelknecht. Ich habe welche von eBay, Amazon und eben diese verwendet; die waren mit Abstand die Besten (und auch gut im Preis) - klare Empfehlung.
  • Crimpzange dünne Kabel - diese von Obi. Geht bisher gut, wobei ich beim nächsten Mal glaub zu Knipex greifen würde, weil die Aderendhülsen nicht flach presst, sondern quadratisch - das passt besser in die WAGO-Klemmen :)
  • Crimpzange dicke Kabel - da habe ich sowas. Gibt bei eBay viele Händler die dasselbe Modell verkaufen. Und wirklich gut ist es nicht. Nächstes Mal nehm ich glaub eine hydraulische Zange.
  • Schrumpfschlauch - einfach mal bei eBay suchen, da gibts sehr viele Angebote...
  • Aderendhülsen - hab ich hier bestellt. Auch da gibt es viele verschiedene, diese waren aber ganz ok.
  • Hauptsicherungsverteiler - habe ich, wie auch die Sicherungen selbst, alle bei Reichelt gekauft - diesen hier.
  • Sicherungshalter - auch Reichelt, je nach Größe: normOTO, midiOTO, megaOTO
  • Sicherungen - auch Reichelt, je nach Größe, zum Beispiel megaOTO. Da muss aber jeder selber mal schauen was so benötigt wird…
  • Sicherungskasten 12V - ebenfalls eBay, ein 12-facher Halter mit Masseverteilung. Da gibts auch viele, ich habe so einen.
  • Masseschiene - diese hier. Sehr robust; ich wollte 4 mal M8 weil da ja doch einige Kabel zusammen laufen - ein kleineres Modell hätte es aber easy auch getan.
  • Trennschalter - irgend einen von eBay, ungefähr so
  • Solarmodule - da hab ich diese bestellt. Kann dazu noch nichts sagen, die kommen angeblich heute erst an :)
  • Leerrohre - wie schon vorher erwähnt, aus dem Baumarkt, was wohl nicht so gut ist - da mal lieber was aus dem Kfz-Bereich suchen.
  • Schraubsockel - die Dinger sind sehr praktisch, um Kabel oder Rohre mit Kabelbindern zu befestigen. Macht die Installation sauberer. Und Kabelbinder braucht man beim Ausbau ja irgendwie ständig (ich zumindest).
  • WAGO-Klemmen - gibt’s im Baumarkt, und viel günstiger online. Ich habe Typ 221 benutzt. Geht schnell, ist sauber und reversibel, fand ich gut.
  • 230V-Sachen - alles aus dem Baumarkt.
Wie man sieht, habe ich relativ viele Sachen über eBay bezogen. Es lohnt sich, da eine Plus-Mitgliedschaft zu haben, dann spart man sich ziemlich häufig den Versand. Mit der Qualität ist es solala; klar verkaufen einige Shops dort Markenprodukte, die sind dann natürlich teurer. Andere Sachen, die es günstig gibt, sind machmal gut, und manchmal schlecht, da muss man probieren (siehe zB. Rohrkabelschuhe). Das muss jeder für sich entscheiden. Wenn mir etwas zu billig vorkam, habe ich es nicht benutzt und nach etwas besserem gesucht; soweit ich das als Laie natürlich einschätzen kann.

Thema Werkzeug ist natürlich auch wichtig. Ich habe nach einem Schnitt in 25qm Kabel mit einem normalen Seitenschneider sofort diese Zange gekauft und es nicht bereut, die geht sehr gut. Ansonsten braucht man ja nur noch eine Abisolierzange und viel Zeit…

Die Geräte sind nicht aufgelistet; die sieht man ja in dem Plan.

So, ich hoffe das hilft dem ein oder anderen. Falls jemand da noch wichtige Dinge nicht erwähnt sieht, kann man das ja vervollständigen. Anbei noch ein Bild, wie das momentan im Van aussieht. Da ich das zum ersten Mal mache, haben wir ein paar Kabel anfangs vergessen bzw. es stand noch nicht ganz fest stand, wo manche Sachen final eingebaut werden (Kühlschrank) - deshalb sind ein paar Kabel nicht hinter der Verkleidung, sondern werden durch den Ausbau gezogen; die hängen da jetzt noch lose raus :)


Elektroboard.jpg


Kurzer Nachtrag: das sind keine Affiliate-Links, ich verdiene also nichts damit...
Kannst du mir erklären, warum du einen Trennschalter zwischen -Pol und Fzg-Masse hast...?
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von blaudimensional »

Das wurde weiter oben schon besprochen - ursprünglich dachte ich, das System immer abzuschalten, was aber eigentlich nicht wirklich praktisch ist. Deshalb ist das nun eher ein Not-Ausschalter bzw. wenn ich das Auto mal sehr lang stehen lasse. Minus-Leitung, weil ist ja wie bei der Starter-Batterie - erst klemmt man Minus ab, dann Plus; anschließen anders herum.
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Steffen G. »

blaudimensional hat geschrieben: 08 Sep 2020 22:35 Das wurde weiter oben schon besprochen - ursprünglich dachte ich, das System immer abzuschalten, was aber eigentlich nicht wirklich praktisch ist. Deshalb ist das nun eher ein Not-Ausschalter bzw. wenn ich das Auto mal sehr lang stehen lasse. Minus-Leitung, weil ist ja wie bei der Starter-Batterie - erst klemmt man Minus ab, dann Plus; anschließen anders herum.
Im Prinzip ist es egal, wo den den Not-AUS-Schalter hinbaust.
Bei einigen Systemen, die über ein Messshunt in der Masseleitung verfügen, ist es sogar besser, den Schalter in der Plus-Leitung zu haben. Votronic empfiehlt für seinen Batteriecomputer, das der Shunt auf der einen Seite direkt an die Batterie angeschlossen wird. Ich nehme mal an, das liegt daran, das dieser Anschluss auch als Masseanschluss für die Spannungsmessung gilt. Würde man hier einen zusätzlichen Widerstand (Not-AUS-Schalter) einbauen, so kann er die Messung (wenn auch nur leicht) verfälschen. Auch kann es sein, das die Strommessung über den Shunt dann einfach als Spannungsmessung an der anderen Shuntseite erfolgen kann, und nicht als Differenzmessung über den Shunt erfolgen muss, das ist allerdings nur eine Vermutung von mir.

Der Vergleich mit der Starterbatterie hinkt aber ein wenig, denn hier wird ja nicht wie bei der Batterie ein Kabel abgenommen, sondern nur die Leitung Sicher unterbrochen.
Würde das Pluskabel zu erst von der Batterie abgenommen werden, so bestünde die Möglichkeit, das es mit der Fahrzeugkarosserie in Kontakt kommt, und so eventuelle Ladungen aus Kondensatoren der Steuergeräte eine Stromfluss erzeugen. Wird hingegen die Minus-Leitung zu erst entfernt, so ist es egal, ob diese mit der Karosserie in Kontakt kommt, da sie eh daran angeschlossen ist. Die Wahrscheinlichkeit das sie an den Pluspol gerät ist wesentlich geringer.
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Kompass »

Hallo an meinen Lieblingselektro-Beitrag :mrgreen:

Mir gehts mal wieder um die Absicherung, damit die Bude nicht abfackelt :oops:

Ich installiere gerade LEDs Spots und LED-Band.
Die LED Spots haben wie schon weiter vorne mal behandelt 3W, das Band 6W/m.
Die Spots beleuchten den Fahrer und Beifahrersitz und die LED Leiste das Ablagefach über dem Fahrerhaus.

In meiner Theorie führe ich ein 2,5mm2 Kabel vom Sicherungskasten der Versorgerbatterie im Kabelkanal Richtung Fahrerkabine.
Von dort verteilt sich dieses Kabel auf insgesamt drei Lampenstromkreise. Die Leuchten zusammen bringen es etwa auf 30W.

Nun haben die Spots und das LED Band von Werk aus ja kleinere Kabelquerschnitte als 2.5mm2 und müssten dementsprechend kleiner abgesichert werden.
Sieht mir nach 1,0mm2 oder 1,5mm2 aus..
Allerdings würde ich ungern vorne nochmal Sicherungen reinfriemeln.

Deshalb würde ich das 2,5mm2 Kabel jetzt einfach mir nur 10A absichern.
Das könnte ja theoretisch dann 120W .. unter diesem Wert lieg ich ja weiiit drunter.

Das wäre doch safe so, oder?

lg
Christoph
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Vanagaudi »

Kompass hat geschrieben: 16 Okt 2020 21:58 Das wäre doch safe so,
Ja, passt. Kannst du so mit nur einer Sicherung absichern.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Vanagaudi für den Beitrag:
wlfnkls (19 Okt 2020 18:53)
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Twayce »

Hallo zusammen,

vorab ein großes Dankeschön and den Threadersteller und alle Antwortenden, die Beiträge haben mir sehr geholfen, meinen Elektrikplan zu erstellen. Daher habe ich mich auch bei der Darstellung stark an dem von Blaudimensional orientiert, wie ihr in dem angehängten Bild sehen könnt. Leider ist es mir nicht gelungen, ihn genauso übersichtlich zu halten :)
Eine Kurzvorstellung meines Projekts: ich habe mir einen 316 L2H2 Sprinter BJ2017 gekauft und baue diesen nun zum Camper um. Aktuell plane ich die Elektrik, die Hauptkomponente habe ich bereits gekauft. Nun geht es um die Verkabelung, bei der ich mir nicht ganz sicher bin. Insbesondere bei der richtigen Dimensionierung der Kabel habe ich ein paar Fragen.

1. Ich verbaue den Votronic 1212-30 Ladebooster und in der Montageanleitung wird ein 6mm2 Kabel für eine Länge bis zu 3,5m empfohlen. Die Bordbatterie plane ich im Heck zu verbauen, daher gehe ich auf einen Querschnitt höher, 10mm2, um auf der sicheren Seite zu sein.

2. Für die 12V Verbraucher plane ich 2,5mm2 ein, das sollte für die meistern Verbraucher mehr als ausreichend sein. Auch für die Heizung (Truma Combi wird mit max 4A angegeben) sowie die Wasserpumpe (80W) dürfte das passen. Zudem möchte ich einen 12V Kompressorkühlschrank betreiben, der mit 40W angegeben wird. Muss ich hier den höheren Anlaufstrom des Kompressors bei der Auslegung des Kabels berücksichtigen, diesen kenne ich leider nicht und habe kein Gefühl dafür um wie viel dieser höher ist.

3. Verkabelung Solar-Panel. Ich plane ein 160W Panel zu verbauen und den Victron MPPT 75/15 Laderegler zu verbauen. Dazu passen auch die mitgelieferten Anschlusskabel mit 4mm2, wenn ich mich an der Tabelle in diesem Thread orientiere: https://sprinter-forum.de/viewtopic.php?f=7&t=20794
Eine Frage daher an blaudimensional, der einen 30A Regler verbaut, daher auch der größere Kabelquerschnitt - klar. Allerdings sollten für 30A doch auch 10mm2 ausreichen. Ist dein gewählter Kabelquerschnitt reine Vorsicht oder habe ich etwas grundsätzlich bei der Auslegung der Kabelquerschnitte nicht verstanden?

4. Nun zu meinen größten Fragezeichen. Dem Datenblatt meines Wechselrichters (1000W/2000W) entnehme ich, dass dieser mit 10mm2 Kabeln an die Batterie angeschlossen werden soll. Meiner Einschätzung nach deutlich zu gering (ich hoffe es handelt sich hier um einen Druckfehler, die Kabel wirken mir eher größer) und daher plane ich 25mm2 ein, was bei 1000W Dauerlast/ca. 83A laut Tabelle ausreicht. Muss ich bei der Auslegung nicht jedoch auch die Spitzenlast von 2000W berücksichtigen?

5. Meine letzte Frage bezieht sich auf den Anschluss der Bordbatterie an die Hauptverteilung (sowohl Plus als auch Minus). Wie dimensioniere ich hier den Querschnitt richtig? Sämtliche Verbraucher sind parallel geschaltet, theoretisch muss ich daher die max. Ströme addieren, richtig? Wobei sicherlich nicht davon auszugehen ist, dass alle Geräte gleichzeitig den max. Strom ziehen. Richte ich mich daher nach dem größten Verbraucher (in diesem Fall der Wechselrichter)? Aktuell habe ich in meinem Plan eine 25mm2 Leitung eingezeichnet. Sollte ich hier auf 35mm2 oder sogar 50mm2 gehen? Hier wäre ich um Feedback und weitere Meinungen sehr dankbar, auch weil ich das Thema gerne nicht nur richtig machen sondern auch verstehen möchte.

Ich freue mich auf Euer Feedback und Antworten - vielen Dank!
Bei entsprechendem Projektfortschritt und ausreichend Zeit möchte ich auch eine Ausbau-Dokumentation hier im Forum erstellen!

Gruß
T.
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Vanagaudi »

Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17daher plane ich 25mm2 ein, was bei 1000W Dauerlast/ca. 83A laut Tabelle ausreicht. Muss ich bei der Auslegung nicht jedoch auch die Spitzenlast von 2000W berücksichtigen?
Hast du eine Angabe, wie lange diese Spitzenlast abgegeben werden darf?
Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17Zudem möchte ich einen 12V Kompressorkühlschrank betreiben, der mit 40W angegeben wird. Muss ich hier den höheren Anlaufstrom des Kompressors bei der Auslegung des Kabels berücksichtigen, diesen kenne ich leider nicht und habe kein Gefühl dafür um wie viel dieser höher ist.
Der Kabelquerschnitt muss für den Anlaufstrom so hoch sein, dass der Kompressor sicher anläuft. Das hängt auch mit der Leitungslänge zusammen. Da du diesen nicht kennst, müsstest du testen. Da du aber überall überdimensionierte 2,5mm² Adern verlegen möchtest, sehe ich hier keine Probleme, diesen Querschnitt auch für den Kompressorkühlschrank zu verwenden.
Für (Folge-) Schäden aller Art übernehme ich keine Haftung. Alle einschlägigen (Sicherheits-) Vorschriften sind zu beachten. Im Zweifelsfalle grundsätzlich einen Fachmann fragen bzw. die Arbeiten von einer Fachfirma ausführen lassen.
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Twayce »

Vanagaudi hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:40
Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17daher plane ich 25mm2 ein, was bei 1000W Dauerlast/ca. 83A laut Tabelle ausreicht. Muss ich bei der Auslegung nicht jedoch auch die Spitzenlast von 2000W berücksichtigen?
Hast du eine Angabe, wie lange diese Spitzenlast abgegeben werden darf?
In der Bedienungsanleitung wird leider nur „einige Sekunden“ angegeben, keine genauere Angabe.
Vanagaudi hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:40
Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17Zudem möchte ich einen 12V Kompressorkühlschrank betreiben, der mit 40W angegeben wird. Muss ich hier den höheren Anlaufstrom des Kompressors bei der Auslegung des Kabels berücksichtigen, diesen kenne ich leider nicht und habe kein Gefühl dafür um wie viel dieser höher ist.
Der Kabelquerschnitt muss für den Anlaufstrom so hoch sein, dass der Kompressor sicher anläuft. Das hängt auch mit der Leitungslänge zusammen. Da du diesen nicht kennst, müsstest du testen. Da du aber überall überdimensionierte 2,5mm² Adern verlegen möchtest, sehe ich hier keine Probleme, diesen Querschnitt auch für den Kompressorkühlschrank zu verwenden.
Nach einiger Recherche habe ich gelesen, dass üblicherweise bis zu der 7-fachen Leistung beim Anlauf aufgenommen wird. Da sollte das 2,5mm2 dann ausreichen.
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von blaudimensional »

Hallo!
Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17 Eine Frage daher an blaudimensional, der einen 30A Regler verbaut, daher auch der größere Kabelquerschnitt - klar. Allerdings sollten für 30A doch auch 10mm2 ausreichen. Ist dein gewählter Kabelquerschnitt reine Vorsicht oder habe ich etwas grundsätzlich bei der Auslegung der Kabelquerschnitte nicht verstanden?
Ja, 10mm² würden wohl ausreichen. Die Anschlüsse am Gehäuse des Reglers waren auf 16mm² ausgelegt; und da am Einbauort mehrere Kabel relativ eng liegen, dachte ich dass ein bisschen Puffer vielleicht ganz gut ist um eine übermäßige Erwärmung (wenn auch unkritisch) zu vermeiden. Und es sind vom Regler bis zur Sammelschiene nur ca. 20cm - einen großen Gewichtsvorteil hätte das dünnere Kabel nicht gebracht.
Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17 4. Nun zu meinen größten Fragezeichen. Dem Datenblatt meines Wechselrichters (1000W/2000W) entnehme ich, dass dieser mit 10mm2 Kabeln an die Batterie angeschlossen werden soll. Meiner Einschätzung nach deutlich zu gering (ich hoffe es handelt sich hier um einen Druckfehler, die Kabel wirken mir eher größer) und daher plane ich 25mm2 ein, was bei 1000W Dauerlast/ca. 83A laut Tabelle ausreicht. Muss ich bei der Auslegung nicht jedoch auch die Spitzenlast von 2000W berücksichtigen?
Das kommt mir auch zu gering vor. Mein Wechselrichter (Phoenix 12/1200) schreibt in der Anleitung bis 1,5m Kabellänge 25mm² vor; ab da 35mm².
Twayce hat geschrieben: 03 Mai 2021 23:17 5. Meine letzte Frage bezieht sich auf den Anschluss der Bordbatterie an die Hauptverteilung (sowohl Plus als auch Minus). Wie dimensioniere ich hier den Querschnitt richtig? Sämtliche Verbraucher sind parallel geschaltet, theoretisch muss ich daher die max. Ströme addieren, richtig? Wobei sicherlich nicht davon auszugehen ist, dass alle Geräte gleichzeitig den max. Strom ziehen. Richte ich mich daher nach dem größten Verbraucher (in diesem Fall der Wechselrichter)? Aktuell habe ich in meinem Plan eine 25mm2 Leitung eingezeichnet. Sollte ich hier auf 35mm2 oder sogar 50mm2 gehen? Hier wäre ich um Feedback und weitere Meinungen sehr dankbar, auch weil ich das Thema gerne nicht nur richtig machen sondern auch verstehen möchte.
Ja, die Summe der maximal möglichen Ströme ist meines Wissens nach ausschlaggebend. Also WR plus alles was am Sicherungskasten hängt. Wenn du den mit 25mm² diese zwei großen Pakete anschließt, dann würde ich an deiner Stelle für die Leitungen Batterie-Sammelschiene (+) sowie Batterie-Shunt-Sammelschiene-Starterbatterie (-) in 35mm² machen. Wenn der WR volle 1000W zieht und gleichzeitig der Kompressor vom Kühlschrank anspringt, alle Lampen an sind und die Heizung läuft, dann würde deine 80A-Sicherung hinter der Batterie wohl schmelzen. Deshalb an dieser Stelle lieber dickeres Kabel und nächstgrößere Sicherung (125A).

Das sind allerdings alles meine Gedanken dazu - hier im Forum gibt es diesbezüglich wesentlich schlauere Leute die das bestimmt korrigieren können :)
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Re: Fragen zum Elektroplan

Beitrag von Twayce »

Super, vielen Dank für die Antworten, das hilft mir weiter! :)
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